Mit der Single «Büssi» sind Sie zum Geheimtipp avanciert. Nun erscheint Ihr Album «Tierpark». Warum «Tierpark»?
Ich mag Tiere. Aber es war kein Konzept. Erst im Nachhinein habe ich festgestellt, dass fast in jedem Lied ein Tier vorkommt. Ausserdem ist «Tierpark» ein Song auf dem Album. Ein Liebeslied, in dem ein Paar in den Tierpark geht und den Tieren ihre «Kleider» wegnimmt.
Ihr erstes Album ,«Blöd im Chopf», haben Sie noch unter dem Namen Senior Pepe veröffentlicht. Nun sind Sie King Pepe. Wieso haben Sie sich zum Monarchen ernannt?
Das ist eine normale Entwicklung, wenn man aufsteigt. Beim nächsten Album heisse ich dann vielleicht Papst Pepe (lacht).
Sie sind auch Theatermusiker. Leben Sie mit der Figur King Pepe auch Ihre Leidenschaft fürs Theater aus?
Ja, ich spiele gerne Figuren. In der Off-Theater-Szene hat man oft nicht das Geld, viele Leute anzustellen, also wird auch der Musiker als Figur mit einbezogen. Für mich gehört die Show dazu. Andere mögen musikalisch so gut sein, dass sie auf der Bühne nur ihre Schuhe anschauen können. Ich muss und will mit dem Publikum kommunizieren. Trotzdem will ich auch über meine Musik wahrgenommen werden.
Und die ist ja vielseitig. Auf Ihrem Album springen Sie von Rock übers Elektronische bis hin zu Balladen.
Ich will mich nicht einschränken. Ich lass es aus mir herausbrechen, mich kann auch Karussellmusik inspirieren. Vielleicht ist das auch ein Ausdruck der Suche.
Sie sagten einmal, dass Sie die Berner Liedermacherei aufmischen wollen. Inwiefern grenzen Sie sich ab?
Alle haben Ihre Erwartungen, wie Berner Mundartmusik zu sein hat, und da passe ich nicht rein. Ich habe vielleicht einen anderen Umgang mit Sprache. Ich bin kein Poet, meine Lieder sind keine Kunst. Ich will singen, wie ich spreche. Darum singe ich auf Berndeutsch. Aber ich hatte lange Mühe damit, Berner zu sein, und versuchte deshalb auf Zürichdeutsch zu singen. Das war aber auch merkwürdig.
Was darf man von der Plattentaufe in der Turnhalle erwarten? Es sind einige Berner Musiker als Gäste auf der Bühne angekündigt.
Ich werde mit ihnen in verschiedenen Formationen auftreten. Wir werden Varianten ausprobieren: ein Lied zum Beispiel mal nur mit Klavier begleiten. Es wird sicher anders tönen als auf dem Album.





