«Es gibt mehr zu entdecken als auf den ersten Alben», verspricht Sänger Andreas «Ritschi» Richard. Er ist wieder mit seiner Band Plüsch unterwegs – mit Simon Ryf (Bass), Roger Meier (Gitarre), Andreas Hunziker (Tasten) und Alexander Balajew (Schlagzeug). Es ist die Gruppe, die besonders mit ihrer ersten Platte «Plüsch» 2002 grosse Erfolge gefeiert hat. Vor allem mit dem Überhit «Heimweh», dank dem sich die Konzertsäle wie von selbst füllten.
Die grossen Gefühle waren ein Markenzeichen von Plüsch. Gelegentlich überschritt man auch die Kitschgrenze mit einem grossen Satz. Verschwunden ist die Emotionalität auf der neuen Platte «Eile mit Weile» natürlich nicht ganz. Darüber hinaus erzählt die Oberländer Band aber gute Geschichten – so in «S kennt ne kene so genau» oder «Popcornwestern», die von Aussenseitern handeln.Die Rückkehr von Plüsch ist gradlinig, rockig, klug – die neue Musik hört sich gereift an.
Abstecher auf eigene Pfade
Nach drei erfolgreichen Alben («Plüsch», «Sidefiin» und «Früsch gwäsche») legte die Band vor fünf Jahren eine Pause ein. Während andere Bandmitglieder ihrer Arbeit neben der Musik mehr Platz einräumten, nahm Ritschi in Eigenregie eine Platte auf. Der grösste Unterschied sei gewesen, dass er alles selber habe machen müssen, nicht wie in der basisdemokratischen Gruppe Plüsch. «Auch musste ich mir mein Publikum erst wieder erspielen und konnte mich nicht einfach so auf die Marke ‹Plüsch› verlassen», blickt er im Gespräch zurück.
Als Ritschi 2009 heiratete, spielten die Plüsch-Musiker auf seiner Hochzeitsfeier erstmals wieder zusammen. Das machte allen Beteiligten so viel Spass, dass die Band beschloss, ein neues Album aufzunehmen. Und so trafen sie sich wieder im Bandraum, wie damals, 1997, als die fünf Schulfreunde in Interlaken ihre erste Band V.I.P. gründeten.





