Vorstellungen bis 4.3., nur noch wenige Tickets
Zusatzvorstellungen vom 2. bis 7.10.
www.mummenschanz.ch
Seit 1972 sind Sie mit Mummenschanz -unterwegs. Warum hören Sie gerade jetzt auf, mitten in der «40 Jahre Mum-men-schanz»-Tour?
Vierzig Jahre lang wurde ich vom Applaus und vom Zuspruch des Publikums getragen. Nun habe ich das Glück, dieses einmalige Experiment auf seinem Höhepunkt und noch fit abzuschliessen. Und Theater spielen können auch andere (lacht).
Auf der ganzen Welt bejubelt Sie das -Publikum. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis der Truppe?
Sicherlich haben wir mit unserer rein visuellen Bühnenkunst den Nerv des Publikums getroffen. Und wir haben uns die Stille zu eigen gemacht. Indem wir die Bühne in einen Spielplatz verwandelt haben, haben wir dem Theater das Didaktische genommen. So ist es uns immer wieder gelungen, die Fantasie des Zuschauers anzustupsen.
Welche Sprache spricht Mummenschanz?
Die Körpersprache. Wir setzen den Körper als ausdrucksvolles Instrument ein, wecken und vermitteln so Emotionen. Jeder Mensch verspürt Freude, Hunger oder Neid, aber -jeder tut es auf seine eigene Art. Der körperliche Ausdruck hat etwas sehr Ursprüngliches und Kulturübergreifendes.
Aus welchem Bedürfnis, welchem Zeitgeist ist die Truppe 1972 in Paris entstanden?
Schon damals hatten wir festgestellt, dass die Gesellschaft immer visueller und das Fernsehen immer präsenter wurde. Die Menschen verfielen in eine Art Lethargie. Wir wollten sie hinter dem Ofen hervorlocken und die Pantomime mit dem weissen Gesicht von Sockel holen.
Wenn Mummenschanz im Oktober für eine weitere Woche in Bern spielt, wird an -Ihrer Stelle Philipp Egli stehen. Was ist das für ein Gefühl?
Seit Anfang Jahr probe ich mit Philipp Egli, der wie wir seine kindliche Spielfreude behalten hat. Es tut gut zu sehen, dass man als Miterfinder nicht unersetzlich ist. Aber ein bisschen speziell ist es schon, sich auf der Bühne so quasi selber zu sehen.
Was sind Ihre Pläne nach Mummenschanz?
Im Moment wohnen meine Frau und ich noch in unserer Familien-WG in Bern, sind aber daran, uns im Tessin ein Haus zu bauen, das seine Energie ganz aus Sonnenen-ergie speist. Und natürlich will ich das Experiment «Mummenschanz» verdauen und in einer für andere auch zugänglichen Form festhalten.
Vorstellungen bis 4.3. Nur noch wenige Tickets.
Zusatzvorstellungen vom 2. bis 7.10.
www.mummenschanz.ch





