Schon als 15-Jähriger klapperte Bernhard Bischoff die Flohmärkte nach Kunstwerken ab und besuchte Ausstellungen. Wenn ihm Arbeiten dort besonders gefielen, suchte er die Kunstschaffenden in ihren Ateliers auf. So knüpfte er zahlreiche Verbindungen. Diese kamen zum Tragen, als er 2001, noch während seines Kunstgeschichtestudiums, in Thun eine eigene Galerie gründete. Viele Künstlerinnen und Künstler zeigten sich spontan bereit, den damals 28-Jährigen bei seinem Projekt zu unterstützen.
Mit seiner Galerie wollte Bischoff einen «Begegnungs- und Vermittlungsort» schaffen, an dem er zeitgenössische Kunst aus der Schweiz und Europa an die Leute bringen konnte – was ihm zweifellos gelang. Aus der ganzen Schweiz pilgerten Kunstfans nach Thun.
Langjährige Beziehungen
2005 siedelte die Galerie an die Speichergasse in Bern um, wo Bischoff sie fünf Jahre lang gemeinsam mit Marlies Kornfeld betrieb. Vor einem Jahr zog es ihn wieder in die Selbstständigkeit. Er mietete sich in der Ausstellungszone im Progr ein und ist seither «so glücklich wie noch nie».
Zum 10-Jahr-Jubiläum seiner Galerie zeigt Bischoff Werke von sämtlichen Kunstschaffenden, die er aktuell vertritt. Manche von ihnen betreut er schon seit Beginn. «Die Beziehung zwischen Galerist und Künstler ist wie eine Ehe», sagt er. Man vertraue sich, sage einander unverblümt, was man denke, und manchmal, da lebe man sich auch auseinander. Jene Beziehungen aber, die andauern, auf die möchte Bischoff auch in Zukunft bauen. Denn ihm gefällt die Vorstellung, «mit meinen Künstlern zu altern».





